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Warum besteht Panik aus Angst
Panikattacken und Ohnmacht
Unwirklichkeit Depersonalisation
Stressreaktion
Die Kontrolle verlieren
„Mit mir stimmt etwas nicht”
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Panikattacken!
Kann man sie wirklich stoppen?

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Um diesen Schritt tun zu können - absichtlich MEHR Panik zu wollen und alles in seiner schlimmsten Form zu erleben - musst du absolut vertrauen, dass die Angst irreal ist, und genug haben von diesen immer gleichen Attacken und Gefühlen, die du schon viel zu oft hattest. Du hast vielleicht Angst in diesem Moment, aber du wirst auch entschlossen sein deiner Angst und allem Schrecklichen das du fürchtest, bis zur „Quelle der Panik" nachzugehen und nie wieder zurückzukommen! Ich könnte im Detail beschreiben was du dir darunter vermutlich vorstellst. Wie Ich, hast du es wahrscheinlich 100x schlimmer gemacht als es in Wirklichkeit ist. Es SCHEINT GRAUENHAFT zu sein aber das stimmt überhaupt nicht. Was als Nächstes geschieht wird dich überraschen! Das ganze Panik-Kartenhaus bricht zusammen, weil du vollkommen auf Deine Ängste zugegangen bist, ohne zu zweifeln. Die Ängste waren nichts als Befürchtungen (bezüglich der Ängste) und das war der Grund für deine Panik. Die Panikattacken entpuppen sich als nichts anderes als ein Teufelskreis, ein „im Kreis denken", eine ENDLOSSCHLEIFFE. Sie bestanden zu 100% aus Befürchtung (Erwartungsangst) und sonst nichts - - NADA.....Nichts! Die Panik hört plötzlich auf und du fühlst dich ganz ruhig. Nun wird dir klar, dass du das jeder Zeit wiederholen könntest. Es gibt kein „Unbekannt" mehr. Der innere Konflikt des „VOR SICH SELBST ANGSTHABENS" ist damit vorbei. Du bist durch die Befürchtung zur „Quelle der Angst" gegangen und hast nichts gefunden. Ich glaube, dieser innere Konflikt ist der Grund dafür, dass Panikattacken so lange bestehen bleiben. Unser Nervensystem mag so einen Konflikt überhaupt nicht.

Du möchtest einen Beweis? Wenn du die Panik zwingst zu kommen, sie erzeugen willst, wirklich, wirklich darum bettelst, dass sie kommt .... bringst du sie NICHT dazu zu kommen! Versuch es! Genau jetzt, versuch dich darauf zu konzentrieren eine Panikattacke zu ERZEUGEN.

Es ist NICHT MÖGLICH! Siehst du wie das funktioniert? Wenn du eine Panikattacke haben WILLST, geht es nicht, und wenn du Angst hast eine zu kriegen .....bekommst du sie. Das ist der Beweis, dass Panikattacken nur aus Befürchtung (Erwartungsangst) bestehen.

Und das ist der Weg, sie zu überwinden.

Ich hatte 15 Jahre immer wieder mit Panikgefühlen zu tun und schließlich erkannte ich, dass sie nie schlimmer wurden - sie haben sich immer nur bis zum gleichen Punkt aufgebaut. Diesen Punkt, fürchtete ich SO SEHR, dass ich fast ALLES getan hätte, um sie loszuwerden. Ich vermied oft die Orte, die sie anscheinend auslösten. Aber nach 15 Jahren - die gleichen Gefühle! Ich hatte mich immer gefragt was dahinter wäre, jenseits dieses Gefühls der Angst. Aber ich wäre nicht dort hingegangen. Oder später hätte ich gesagt „ich akzeptiere es" - aber eigentlich tat ich das nicht. Ich hatte immer noch Zweifel während ich übte, dass es mir „nichts ausmacht". Auf dieser anderen Seite der Angst zu sein, gibt dir die Stärke, die aus dem Verständnis kommt. Einem Verständnis dafür, dass du diesen Kampf AUFGEBEN solltest. DAS IST WICHTIG: Du kannst eine Panikattacke nicht ABSICHTLICH schlimmer machen. Sie ist so schlimm wie sie eben ist. Deshalb kann nichts passieren wenn ich sage „Geh mit, hab die schlimmste Attacke die möglich ist. Du hast das Schlimmste schon oft erlebt, aber trotzdem willst du jedes Mal wegrennen, möchtest, dass es weggeht indem du denkst, „bitte, bitte geh weg.... Ich verliere den Verstand, die Kontrolle, ich werde sterben (oder was auch immer)". Die Intensität der Angst täuscht dich. Du musst den Spieß umdrehen und auf sie zugehen mit soviel Vertrauen, wie du in diesem Moment der Angst und Panik aufbringen kannst ( es braucht nur ganz wenig ). Lass sie völlig über dich kommen und tun was sie will UND (wenn du dich bereit fühlst) VERSUCHE SIE SCHLIMMER ZU MACHEN!!!! Es ist nicht möglich.

Eine Bemerkung bezüglich Angst/Panik an die ich mich immer erinnere ist, dass du 180° davon entfernt bist deinen Verstand zu verlieren bzw. verrückt zu werden. Verrückte Leute haben normalerweise keine Ahnung davon, dass sie verrückt sind und sind sicher nicht hyperfokussiert darauf ihre Gefühle zu kontrollieren. Viele Attacken beginnen mit einem Gefühl oder einer Empfindung wie beschleunigtem Herzschlag, angespannten Muskeln, verschwommenem Sehen, Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Diese Gefühle erinnern dich an vergangene Erfahrungen. Daraus entsteht mehr Angst. Dann bekommen die Katastrophen-Gedanken, dass etwas Schlimmes mit dir nicht stimmt, die Oberhand. Du, als angstgetriebener, furchtsamer und vielleicht perfektionistischer Mensch, bist zu sehr kontrolliert, zu achtsam, und überzeugt, dass ETWAS MIT DIR NICHT STIMMT! Aber das ist nicht wahr! Für alles was du fühlst gibt es eine physische (körperliche) Erklärung und einen Grund wegen deines Nervensystems, das im Alarmzustand ist. Du steigerst deine Aufregung indem Du denkst, dass das, was mit dir passiert bedeutsam ist, und dass du IMMER VERÜCKTER WIRST. Vielleicht treten Unwirklichkeitsgefühle auf, weil deine Neurotransmitter ( Botenstoffe im Gehirn ) überlastet sind von deinem ständigen Sorgen. Aber du betrachtest diese Empfindung als weiteren Beweis dafür, dass du bald „durchdrehen" wirst. Siehst du den Teufelskreis?

Du bist das Gegenteil von verrückt. Du bist ZU vernünftig und versuchst zu kontrolliert zu sein im Moment von erhöhter Spannung und Stress. (Verhaltenstherapie lehrt dich, dieses „katastrophisieren" deiner Gefühle zu erkennen und sie durch vernünftige Aussagen zu ersetzen, wie z.B. „Das ist nur ein vorübergehendes Unbehagen oder eine Empfindung, die bald vorbeigeht.) Betrachte deine Panikattacke als emotionale Entladung, denn genau das ist sie. Aber sie ist etwas anderes als z.B. Weinen, denn du hältst diese emotionale Barriere aufrecht indem Du ständig Angst davor hast.

Letztlich wird nur das AUFGEBEN, bei dem du die Panikattacke kommen lässt und sie evt. sogar herausforderst schlimmer zu werden, den Kreislauf durchbrechen und dich zurück ins Zentrum bringen, wo Angst handhabbar ist. Indem du die Kontrolle aufgibst gewinnst du Kontrolle. Eigenartig wie das funktioniert. In dem Moment nämlich, wo Du die simple Wahrheit über Deine Angst verstehst....kommt Kontrolle. Meine Jahre der Phobie verschwanden für immer in weniger als einer Minute, nachdem ich vollständig und eindeutig aufgegeben hatte und die Panikgefühle herausforderte schlimmer zu werden. Es funktionierte! Ich weiß, dass sie nie mehr wiederkommen können, weil ich gewonnen habe, indem ich mir erlaubte den Kampf zu verlieren (was in Wirklichkeit bedeutet zu gewinnen). Ich bin jetzt seit über 5 Jahren völlig frei von diesen Gefühlen. Im Grunde möchte ich sogar, dass sie zurückkommen um mir wieder und wieder zu beweisen, dass ich die Antwort kenne. Aber leider tun sie das nicht, sie können nicht......weil ich keine Angst mehr vor ihnen habe und Angst in Form von Befürchtung ihre Grundlage war. Ohne Angst existieren sie nicht.

Du musst verstehen und glauben, dass dein Verstand und dein Körper zuverlässig und stabil wie ein Felsen sind. Während du wegen deiner Angstgedanken „denkst", dass du sterben oder durchdrehen wirst, WARTET dein Körper nur darauf, dass du den Kampf aufgibst, damit er in den Normalzustand zurückkehren kann. Dein Körper (von dem dein Verstand ein Teil ist) möchte in einen normalen, konfliktfreien, weniger angespannten Zustand zurückkehren wenn du ihn lässt. ALSO, erlaube dir zu verlieren!!!! Höre auf gegen die Panikattacken zu kämpfen und sei bereit durch sie zu „sterben", wenn es das ist was du fürchtest!!! Geh vorwärts! Du wirst nicht sterben. Du hast nichts zu verlieren als die Angst selbst! Das ist die Haltung die du entwickeln musst: Gib den Kampf auf, sei bereit alles aufzugeben, geh wohin auch immer deine Gefühle dich führen und folge dieser Führung. Dann wirst du sehen, dass es KEINEN Kampf zu gewinnen oder zu verlieren gibt. Es gibt nur die Rückkehr zur Normalität. In der Rückschau wirkt es so einfach. Ich hoffe du kannst das auch schaffen! Jedes Mal wenn du dich ängstlich und furchtsam fühlst.....weißt du, dass du es laufen lassen musst wohin auch immer es will und dass du dich dem Ganzen hingeben musst. Auf diese Weise kannst du es schließlich beenden und „kontrollieren".

Randbemerkung: Ich habe bei mir und anderen beobachte, dass der Magen sehr stark reagiert und manchmal wie ein Katalysator auf die Gefühle wirkt. Daran ist nicht unbedingt ein Geschwür schuld, sondern eine irritierte Magenschleimhaut, wegen der vielen Säurebäder in Folge der Angstreaktion und/oder eine Verkrampfung des Verdauungstrakts im Allgemeinen.....wegen der „Alarmbereitschaft" in der du, durch die generalisierte Angst, schon so lange bist. Laut einem Artikel in der März/April 2002 Ausgabe der Zeitschrift „General Hospital Psychiatry" leiden Menschen mit Angst dreimal häufiger an Übelkeit als andere. Falls du das Gefühl hast, dass dein Verdauungssystem wegen deiner Angstgefühle überreagiert (Übelkeit, Blähungen, Krämpfe, Magenschmerzen, Kribbeln) würde ich dir empfehlen zum Arzt zu gehen. Ein entspanntes Verdauungssystem kann Wunder wirken für deine geistige Verfassung. Wenn dir eine Dosis „Pink Liquid" sofort Erleichterung verschafft, dann ist das ein ziemlich sicherer Hinweis. (Anm.d.Übers.: „Pink Liquid" ist Pepto-Bismol, das es bei uns wohl nicht gibt. Versuch es mit „Rennie", das hilft auch).

Ich muss es NOCH EINMAL betonen. Diese Hingabe an die Angst ist sehr schwer zu akzeptieren. Ich wette, du wirst nur versuchen es passiv „auszusitzen", weil du denkst, dass du nicht mehr aushalten kannst! Das ist ein guter ANFANG! Aber die Antwort liegt weiter weg im UNBEKANNTEN! Dieser Ort, an den zu gehen so schrecklich scheint. Wenn du aktiv auf das Zentrum deiner Angst zugehst, anstatt davor zurückzuscheuen, betrittst du „unbekanntes Terrain" und glaube mir, ich habe zu viele Jahre gewartet, bevor ich das tat. Ich habe die späteren Jahre damit verbracht zu „akzeptieren" und zu „fließen", was eigentlich nur aushalten und vermeiden war. Ich hoffe du wirst hingehen, wenn du so weit bist. Ich bin durchgegangen und dann wurde alles ganz einfach und ich habe bedauert, dass ich es nicht früher getan hatte. Ich habe diese Methode jahrelang erforscht. Logik und Vernunft ZEIGEN folgendes:

-- Die Angst in dir ist selbst gemacht.

-- Es ist die Angst VOR einer Angst - nämlich vor den Panikattacken (Befürchtung, Erwartungsangst).

-- Ohne die Angst vor ihnen können sie nicht existieren.

-- Um die Angst zu verlieren, musst Du vollständig bereit sein, sie in ihrer schlimmsten Form zu erleben, wie lange sie auch dauert. (nicht ABWARTEN....sondern BEREIT und WILLENS sein, die Gefühle bedingungslos zu erleben). Mit anderen Worten, KEIN VERSTECKEN.

-- Du musst geradewegs auf sie zugehen und WILLENS sein, die schrecklichste Erfahrung deines Lebens zu machen! Du SAGST dir das nicht einfach nur, du musst es GLAUBEN „100%ig" und es muss dir egal sein was mit dir geschieht!

Dann BEWEISE ES DIR! Dort ist nichts.

Deine Ängste haben sich alle aus sich selbst genährt, wie in einem Teufelskreis. Und du hast ihn gerade angehalten.


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(6/7/06) So, ich bin letzte Woche auf deine Website gestoßen. Um ganz ehrlich zu sein, zuerst dachte ich nicht, dass es mir helfen würde, und es machte auch keinen Sinn für mich, warum ich mir wünschen sollte diese Attacken schlimmer zu machen, wo sie doch sowieso schon mehr waren, als ich aushalten konnte. Dennoch las ich weiter, bis zu dem Punkt wo Du sagtest, „ Willst du Beweise"? Wenn du die Panik zwingst zu kommen, sie erzeugen willst...wirklich, wirklich darum bettelst, dass sie kommt...gelingt es dir NICHT sie auszulösen! Versuche es!" Ich habe es versucht und war überrascht. Ich dachte „Wow, er hat recht". Als ich die nächste Panikattacke hatte versuchte ich...die Angst schlimmer zu machen. Ich saß da und sagte zu mir, „Los Panikattacke werde schlimmer! Ist das alles was du kannst?" Ich sagte mir das wieder und wieder... und der Schmerz und die Angst verringerten sich dramatisch. Diese Woche fühlte ich mich so gut wie seit Monaten nicht. Ich kann dir nicht sagen wie dankbar ich bin für das, was du für mich getan hast. Ich habe immer noch Panikattacken.... und ich habe noch einen weiten Weg vor mir. Aber ich weiß jetzt wie ich diese Attacken kontrollieren kann wenn sie kommen. Es war so eine Erleichterung deine Website gefunden zu haben..... Du hast die erschreckenden Gefühle beschrieben, die ich erlebt habe und die sonst niemand verstand. Ich weiß jetzt, dass ich nichts Gravierendes habe, das mit mir nicht in Ordnung wäre.... ich muss nur die Ängste kontrollieren, die mich kontrollieren.
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